02. Sep 2015

Heute möchte ich euch noch ein Projekt zeigen, das schon ein paar Monate alt ist. Und zwar durfte ich die Kopfbedeckungen für die Abschlusskollektion einer lieben Freundin beisteuern. Anisya Antonelli habe ich 2013 im Sommer in Berlin kennengelernt, wo sie gerade ihr Praxissemester machte. Im Februar hat sie nun ihren Bachelor-Abschluss in Mode an der Hochschule Pforzheim mit ihrer Kollektion MNPLT absolviert.

MNPLT - Anisya Antonelli

“Die Kollektion MNPLT ruft zum Hinterfragen auf, lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung auf den Prüfstand zu stellen, ein zweites Mal hinzuschauen, um Neues, Anderes zu entdecken. Sie arbeitet gegen die Abstumpfung durch unser visuelles Autopilotsystem, indem sie die positive Eigenschaft der Manipulation anwendet. MNPLT dreht also am System der Mode und hinterfragt die klassischen Zuordnungen auf eine sehr subtile Art und Weise. Kleidungsstücke verschmelzen ineinander und lösen sich wieder, Schnitte werden von 2D zu 3D manipuliert, modelliert. Klarheit und Unklarheit wechseln sich ab, genauso wie Präzision und Spontanität. Unser Verständnis von Farbe (Print) und haptischen Oberflächen weden auf den Prüfstand gestellt. Nur einem aufmerksamen Betrachter gelingt es, diese feinen Unterschiede, zwischen Klassischem und Neuartigem zu entdecken.”

MNPLT - Anisya Antonelli
MNPLT - Anisya Antonelli

Fashion Design / Styling: Anisya Antonelli
Fotos: Julia Haack hair
Make-up: Jennifer Cardelfe
Model: Lena Braun
Kopfbedeckung: Anika Roll

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18. Mrz 2015

Semesterprojekt HS Pforzheim

Bevor ich nun so richtig ins 3. Semester starte, möchte ich euch natürlich noch mein Projekt aus dem letzten Semester zeigen! Das Thema war faith.ful(l).tradition, wir sollten uns inspirieren lassen vom Glauben und der Tradition des Buddhismus, insbesondere in Tibet, aber wir durften auch andere Völker und Traditionen, auf die wir auf der Recherche stießen, einfließen lassen.

Semesterprojekt HS Pforzheim

Semesterprojekt HS Pforzheim

faith & tradition. Glaube und Tradition. Im Leben der Nomaden der Hochebenen von Tibet sind diese Begriffe von großer Bedeutung. Das Festhalten an ihren Glauben und ihre Traditionen gibt ihnen Stabilität in ihrem Alltag, der stark geprägt ist von Veränderung und Bewegung. Bei der Formfindung meiner Kollektion spielt darum Mobilität eine zentrale Rolle. Ich habe mich von den Gepäckstücken der Nomaden inspirieren lassen, insbesondere von den Schnürungen, die entstehen, wenn sie ihre Habseligkeiten auf die Yaks spannen, um zum nächsten Ort weiterzuziehen. Für Verschlüsse und Details habe ich Birkenrinde benutzt, weil Natur ein große Rolle bei den tibetischen Nomaden spielt

Semesterprojekt HS Pforzheim

Semesterprojekt HS Pforzheim

Semesterprojekt HS Pforzheim

Semesterprojekt HS Pforzheim

Die Accessoires sollen Mobilität und Schutz gewährleisten und traditionelle mit modernen Elementen verbinden. Die Kollektion wendet sich, sozusagen, an den „modernen Nomaden“, also an alle, die mobil sein wollen, ständig unterwegs sind.

Semesterprojekt HS Pforzheim

Wie gefällt euch denn meine erste richtige Accessoire-Kollektion?

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